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Drucken - Fenster schliessen Flächenbedarf Flächennutzung in Deutschland Von der Gesamtfläche Deutschlands, rund 357.000 Quadratkilometer, entfallen 54% auf Landwirtschaftsflächen, 30% auf Waldflächen, 12% auf Siedlungs- und Verkehrsflächen und 4% auf "sonstige Flächen", davon knapp die Hälfte Wasserflächen. Die Entwicklung der Flächennutzung wird wesentlich geprägt durch die stetige Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen bei gleichzeitigem Rückgang der Landwirtschaftsfläche. Landschaftszerschneidung durch Verkehrsinfrastruktur Im Unterschied zum bandförmigen Flächenbedarf bodengebundener Verkehrsträger beschränkt sich der Flächenbedarf des Luftverkehrs auf die Knotenpunkte seines Verkehrsnetzes, die Flughäfen. Zerschneidungseffekte in der Landschaft, wie sie Autobahnen, Schienenwege und Wasserstraßen mit sich bringen, gibt es nicht. Kein Verkehrsmittel kann so flexibel auf eine veränderte Nachfragesituation reagieren wie das Flugzeug, da von bestehenden Knoten jederzeit neue Verbindungen geknüpft werden können, ohne dass zusätzliche Verkehrswege gebaut werden müssen. Seit 1970 hat sich die Gesamtlänge der Bundesautobahnen mehr als verdoppelt. 2004 standen dem Straßenverkehr in Deutschland ca. 12.000 Autobahnkilometer und 41.100 Kilometer Bundesstraßen zur Verfügung. Die Eigentumsstrecken der Deutschen Bahn hatten im Jahr 2004 eine Gesamtlänge von 43.800 Kilometern.Demgegenüber beträgt die Gesamtlänge der auf den 34 deutschen Verkehrsflughäfen und Verkehrslandeplätzen mit Linienverkehr vorhandenen 46 Start- und Landebahnen ganze 122,5 Kilometer. Diese 122,5 Kilometer (Stand 2003) verbinden Deutschland mit der Welt.
Der Flächenbedarf des Luftverkehrs beschränkt sich auf die Knotenpunkte seines Verkehrsnetzes, die Flughäfen. Verkehrsflächen im Vergleich Die in Deutschland von Autobahnen und Bundesstraßen unmittelbar beanspruchte und somit der Vegetation entzogene Fläche beträgt 674 Quadratkilometer. (Durchschnittliche Straßenbreiten ohne Mittelstreifen, Bankette: Autobahnen 26,7 m, Bundesstraßen 8,7 m - Stand: 01/2002.) Berücksichtigt man nur die Vorrang- und Leistungsstrecken der Bahn und lässt die Nebenstrecken weg, ergibt sich eine versiegelte Fläche von 286 Quadratkilometern. (Breite zweigleisiger Strecken: 13 m - Stand 05/2002.) Die 46 Start- und Landebahnen der 34 deutschen Flugplätze mit Linienverkehr beanspruchen hingegen nur eine Fläche von 5,54 Quadratkilometer (Stand: 03/2003). Spezifischer Flächenbedarf der Verkehrsträger Während Straßen und Schienenwege überwiegend dem nationalen Verkehr dienen, sind drei Viertel des auf den Verkehrsflughäfen Deutschlands abgewickelten Verkehrs Auslandsverkehr. Der Flächenverbrauch der Schienen-Neubaustrecke von Köln nach Frankfurt/Main bei ca. 170 ha, Tunnels und Brücken nicht eingerechnet. Eine interkontinentale Start- und Landebahn z.B. des Flughafens Frankfurt/Main versiegelt nur 24 ha. Obwohl über eine solche Bahn jeder Kontinent der Welt erreicht werden kann, liegt ihr Flächenverbrauch nur bei ca. einem Siebtel der Neubaustrecke zwischen Köln und Frankfurt. Vergleicht man die Verkehrsleistung, die auf beiden Infrastrukturen abgewickelt werden kann, wird der Unterschied zwischen Luftverkehr und Bahn noch deutlicher.
Der bandförmige Flächenbedarf bodengebundener Verkehrsträger ist mit ausgeprägten Zerschneidungseffekten in der Landschaft verbunden. Dies bestätigt auch eine 1995 veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Prognos zu Bedeutung und Umweltwirkungen von Schienen- und Luftverkehr in Deutschland, nach der die Bahn zur deckungsgleichen Bedienung eines durch den innerdeutschen Luftverkehr definierten Verkehrsnetzes zwölfmal mehr Fläche als der Luftverkehr benötigt. Ein Autobahnnetz beansprucht nochmals mehr als doppelt so viel Fläche wie die Bahn. Basis der Betrachtung war jeweils die der Vegetation entzogene Fläche. Oberflächengestaltung auf Flugplätzen Den bei weitem größten Anteil an der Gesamtfläche eines Flugplatzes nehmen Grünflächen ein. Auf den internationalen Verkehrsflughäfen Deutschlands beträgt der Grünflächenanteil durchschnittlich 70%. An kleineren Flugplätzen ist er noch höher. Bei der Gestaltung und Bewirtschaftung von Flughafengrünland steht die Flugsicherheit im Vordergrund. Hindernisfreiheit und Tragfähigkeit sind wichtige Kriterien, aber auch die Verringerung der Attraktivität für Schwarm- und Großvögel, die dem Luftverkehr gefährlich werden können.
Neben der Start- und Landebahn in Stuttgart In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL e.V.) können für jeden Flugplatz ortsbezogene Bewirtschaftungsformen gefunden werden, die auf die ökologischen Gegebenheiten vor Ort abgestimmt sind und auf eine Verringerung des Vogelschlagrisikos abzielen.
Geflecktes Knabenkraut auf dem Flughafen Köln/Bonn ADV Copyright 2008
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